Bereits seit Jahren wird von Vertretern der freien Wählergemeinschaft »Hagen Aktiv« und der Hagener Grünen kritisiert, dass dem Rat der Stadt Hagen keine Möglichkeit gegeben sei, die Richtigkeit der Gebührenkalkulation, die durch die Hagener Entsorgungsbetriebe im Rahmen der Verträge mit der Stadt durchgeführt wird, zu prüfen oder nachzuvollziehen. Die Piraten Hagen fordern: Die Berechnung der Gebühren für Müllentsorgung und Straßenreinigung hat offen und transparent zu erfolgen!
So zweifelt Dr. Josef Bücker (Hagen Aktiv) an der Berechnungsgrundlage für die Gebührenkalkulation und befürchtet, dass die Gebühren, die den Hagener Bürgern für die Reinigung bzw. Abfallentsorgung in Rechnung gestellt werden, nach Gutdünken festgelegt seien. Diese Gebühren dürfen aber nur für solche Kosten erhoben werden, die auch tatsächlich entstehen. Eine Prüfung der Berechnung bleibt die Stadt ihren Bürgern bislang schuldig.
Dr. Rainer Preuß (Grüne) geht sogar noch einen Schritt weiter indem er bereits im Februar vermutete, dass die HEB einen Teil der Einnahmen für die Entsorgung durch Verrechnung anderen Abteilungen zuordne und so effektiv die Hagener Bürger für die Gewinne des Unternehmens draufzahlten. Am Ende profitiere dadurch zwar die Stadt Hagen, die an der HEB beteiligt ist, aber auch die Stadt Dortmund und die Mark-E, die ebenfalls Anteile tragen.
Mehrere Bürger hatten sich in der Vergangenheit per Einspruch gegen die Gebührenbescheide zur Wehr gesetzt – doch bevor eine gerichtliche Prüfung die Hintergründe der Gebührenberechnung hätte aufklären können, zog die Stadt die Bescheide zurück und verhinderte damit einen Prozess.
Die Piraten Hagen schließen sich den Forderungen von Hagen Aktiv und den Grünen an; diese höchst zweifelhafte Müllpolitik ist ein untragbarer Klüngel: Die Berechnungsgrundlage aller Gebühren, die die Bürger der Stadt zu zahlen haben, muss unbedingt transparent und nachvollziehbar dargelegt werden!

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